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Land- und Forstwirt und Post vom Finanzamt bekommen?

2022-04-29 , Andreas Giebel

Post vom Finanzamt?

Zur Zeit erhalten Land- und Forstwirte bzw. Besitzer von Land- und/oder Forstwirtschaftlichen Grundstücken Schreiben von ihrem Finanzamt. Hintergrund hierfür ist die in 2022 anstehende Grundsteuerreform.

Aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus 2018 müssen neben allen „normalen“ Grundstücken auch alle Betriebe der Land- und Forstwirtschaft für Zwecke der Grundsteuer neu bewertet werden.

Für Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe wird die Grundsteuer A gezahlt. Auch wenn Du nur Eigentümer von Land- und/oder Forstwirtschaftlich genutzten Flächen bist, also Acker oder Wald besitzt, die Flächen aber nicht mehr selbst bewirtschaftest, sonder nur verpachtest, zahlst Du auf diese Flächen die Grundsteuer A. Daher gelten auch verpachtete Flächen für die Grundsteuer als Betrieb der Land- und Forstwirtschaft.

Bisher war es so, das bei der Grundsteuer auch Wohngebäude zu einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft gehörten. Dies ändert sich mit der Grundsteuerreform. Wohngebäude werden bei der Grundsteuer zukünftig als „Grundvermögen“ behandelt. Hierfür muss dann die Grundsteuer B gezahlt werden.

Dies hat zur Folge, das für alle Wohngebäude die bisher zum Betrieb der Land- und Forstwirtschaft gehörten, ein neuer Wert für Zwecke der Grundsteuer ermittelt werden muss.

Hierfür möchte das Finanzamt gern neue Aktenzeichen vergeben. Daher werden mit dem Schreiben abgefragt, welche Grundstücke zu Wohnzwecken genutzt werden. Für die Beantwortung der Schreiben ist oft nur eine kurze Frist vorgesehen.

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